Ein bisschen Gefängnisgeschichte

Wer sich für Verliese und Kerker interessiert sollte auch ein bisschen über die Geschichte der Gefängnisse wissen und darüber, wie sich diese im Laufe der Jahrhunderte verändert haben. Ein Gefängnis heute hat nichts mehr mit einem Gefängnis des Mittelalters zu tun. Die Art, wie Gefangene verwahrt werden, warum sie eingesperrt werden, und wie sie behandelt werden, hat sich sehr geändert. Während bei den Römern Gefangene den Löwen zum Fraß und dem Volk zur Unterhaltung vorgesetzt wurden, kann man heute in vielen Gefängnissen Berufsausbildungen machen oder sogar studieren. Früher war der Platz in den Verliesen und Kerkern wesentlich begrenzter als heutzutage, und aus diesem Grund kam auch nicht jeder ins Gefängnis. Viele Straftaten wurden direkt vor Ort verhandelt und gesühnt. Dieben wurde die Hand abgehackt, Lügnern die Zunge herausgeschnitten. Da waren längere Gefängnisaufenthalte gar nicht notwendig.

gevangenis geschiedenis

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Früher wurden lediglich wichtige Gefangene lange eingesperrt. Zum Beispiel hochgestellte Kriegsgefangene, die man irgendwann als Pfand eintauschen wollte. Diesen ging es in der Regel ausgesprochen gut, da es denjenigen, die sie gefangen hielten wichtig war, sie in einem guten Zustand einzulösen. Natürlich gab es auch Gefängnisse, in denen Menschen eingesperrt und vergessen wurden. Dabei wurden Gefangene in Zellen gesperrt und erst herausgelassen, wenn sie tot waren. Berühmt Bücher wie „Der Graf von Monte Christo“ berichten über solche Gefängnisse. Andere Gefangene wurden eingesperrt, bis ihre Verhandlung stattfand. Die Strafe war dann meist wesentlich härter als eine Gefängnisstrafe. Wurden zum Beispiel Straftäter zum Tode verurteilt wurden sie oft solange ins Gefängnis gesperrt, bis es zu einer allgemeinen Hinrichtung mit mehreren Opfern kam. Die Gefängniszeit war dabei nur eine Aufbewahrung, keine tatsächliche Strafe.

Früher gab es auch die Sitte, Leute einzusperren, die ihre Schulden nicht bezahlt haben. Diese wurden solange festgesetzt, bis jemand aus der Familie für die Schulden aufkam. War dies nicht der Fall, konnten Schuldner auch lebenslänglich eingesperrt bleiben. Auf diesem Weg wurde auf alle Fälle verhindert, dass Schuldner ihren Gläubigern entkamen. Noch im 19. Jahrhundert war die Hälfte aller Gefängnisinsassen in England aufgrund von Schulden eingesperrt. In anderen Ländern wurden die Tage im Gefängnis zum Abtragen der Schuld angerechnet. Hatte man seine Schulden also durch den Gefängnisaufenthalt beglichen, wurde man wieder auf freien Fuß gesetzt.

Dort wo keine Gefängnisse genutzt wurden gab es oft Zwangsarbeit für die Gefangenen. Sie wurden nicht ins Gefängnis verfrachtet, sondern mussten in Mienen oder bei der Ernte arbeiten und so ihre Strafe, oder Schuld abtragen. In den USA wurden

  • Zuglinien
  • Straßen
  • Gebäude
  • Felder

von Gefangenen bearbeitet und gebaut. Wer kennt nicht das Bild der Gefangenen Kolonne, die mit einer großen Metallkugel am Fuß am Wegesrand große Steine in kleine Steine verwandelten um damit Straßen zu bauen. Diese Zeiten sind heutzutage Gott sei Dank vorbei.

Die Verliese des Vatikans

Über den Vatikan gibt es viele mysteriöse Berichte. Neben den bekannten geheimen Bibliotheken des Vatikans, die in einigen Büchern behandelt wurden, soll es auch geheime Verliese geben, in denen der Vatikan unangenehme Kritiker einsperrte. Ob dies tatsächlich der Wahrheit entspricht oder der Phantasie einiger Autoren entsprungen ist, ist mir nicht bekannt. Ich kenne nur das Buch „Die Verliese des Vatikans“ von André Gide, welches ich zufällig aufgrund seines Titels in einer Bücherei entdeckt habe. Im Buch geht es unter anderem darum, dass Papst Leo der XIII. im Vatikan gefangen gehalten wurde.

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Ein entfernter Bekannter von mir, der auf Aktienkaufenvergleich.de Aktien Broker und andere Berufe aus der Börsenwelt beschreibt, hält das Gerücht über Verliese für total erfunden. Da der Vatikan keine Feinde hätte, so seine Theorie, bräuchten sie auch keine Verliese. Ich dagegen kann mir gut vorstellen, dass es unter den Gebäuden des Vatikans auch eine Art Gefängnis gibt. Der Vatikan hatte in seiner langen Geschichte einige dunkle Kapitel. Unter anderem gab es

  • Intrigen
  • Machtkämpfe und
  • angebliche Morde an hohen Geistlichen

Allein aufgrund der langen Geschichte kann ich mir sehr gut vorstellen, dass im Vatikan Leute gefangen gehalten und auch gefoltert wurden. Die Kirche hat schließlich auch die Inquisition hervor gebracht. Da wären Verliese nur eine logische Konsequenz.

Vatikan-Gefängnis

Glaubt man den offiziellen Beschreibungen über die Vatikanstadt gibt es nur ein Gefängnis, in dem lediglich zwei Leute Platz haben. In verschiedenen Berichten und Artikeln wurde das angeblich „kleinste Gefängnis der Welt“ vorgestellt. Es ist bekannt, dass der Vatikan in schwierigen Zeiten unter anderem das außerhalb des Vatikan gelegene Castel Sant’ Angelo als Gefängnis und Kerker benutzt hat. Hier ist auch offen von Folterungen durch die Kirche die Rede. Ich werde versuchen in den nächsten Jahren eine Reise nach Rom zu planen und vor Ort zu prüfen, was tatsächlich stimmt. Ich weiß, dass es schwierig ist den Vatikan zu betreten, aber sicher findet man in den lokalen Büchereien auch eine Menge Information.

Das Castel Sant’ Angelo

London Tower

Eines der bekanntesten Verliese in Europa ist mit Sicherheit der London Tower. Der Gebäudekomplex befindet sich im Süden Londons direkt an der Themse und ist eine Ringburg mit zwei Festungsringen. Seitdem der London Tower für Besucher geöffnet wurde ist er ein absoluter Touristenmagnet, offensichtlich bin ich also bei weitem nicht der Einzige, der von Verliesen und Festungen fasziniert ist. Allein im Jahr 2011 haben zweieinhalb Millionen Besucher die Festung besucht. Der komplette Name des Gebäudes lautet „Her Majesty’s Royal Palace and Fortress the Tower of London“, aber alle nennen ihn nur den London Tower. Über die Jahrhunderte wurde der Tower ganz unterschiedlich genutzt als

  • Waffenkammer
  • Gefängnis
  • Museum
  • Wohnsitz
  • Zoo
  • Hinrichtungsstätte oder auch als
  • Lager.

Wilhelm der Eroberer ließ die Festung im 11. Jahrhundert erbauen um sich gegen rebellische Bürger abzusichern. Viele englische Monarchen nutzten anschließend den Tower als Wohnsitz. Über die Jahre wurde der Komplex erweitert und ausgebaut, die letzte große Neugestaltung fand im 19. Jahrhundert statt. Seit 1988 ist der London Tower Weltkulturerbe und heute dient er hauptsächlich als Ausstellungssaal und touristische Attraktion. Unter anderem werden hier die britischen Kronjuwelen verwahrt.

london tower

london tower

Zwischen 1101 und 1941 wurde der London Tower als Gefängnis und oft auch als Hinrichtungsstätte genutzt. Man kann im Internet lange Listen von Personen finden, die im Tower of London gefangen gehalten wurden. Im Gegensatz zu den heutigen Besuchern, die mit einem Schaudern ihren Besuch genießen, war früher ein Aufenthalt in den Kerkergebäuden fast ein Todesurteil. Kälte, Feuchtigkeit und mangelhafte Ernährung sorgten dafür, dass viele das Gefängnis nur tot verlassen konnten. Auffällige Wandzeichnungen in einigen Gefängniszellen zeugen von langen Aufenthalten der Gefangenen. Der Tower diente als normales Gefängnis für die Stadt London, als königlicher Kerker für Aufrührer und Rebellen und hochgestellte Gefangene, oft Könige anderer Länder, die ihrem Stand entsprechend relativ gut untergebracht wurden. Diese wurden oft gegen Lösegeldzahlungen anschließend freigelassen. In der langen Geschichte des Towers gab es Gefangenenausbrüche und Revolten, bei denen die Bevölkerung Teile der Festung zu zerstören versuchten. Als Hinrichtungsstätte wurde der Tower unter anderem vom berüchtigten König Heinrich VII genutzt. Dieser ließ seine beiden Frauen Anne Boleyn und Catherine Howard dort hinrichten. Öffentlichere Hinrichtungen wurden auf dem nahe gelegenen Tower Hill durchgeführt.

Einer der letzten berühmten Gefangenen im London Tower war der deutsche Nazi Rudolf Heß. Bis Mai 1941 wurde dieser, wie so viele Kriegsgefangene vor ihm, im Tower festgehalten. Während der beiden Weltkriege wurden im London Tower mehrere deutsche Spione erschossen. Dafür gab es einen speziellen Schießstand, der jedoch 1969 endgültig entfernt wurde. Noch heute kann man echte Gänsehauterlebnisse bei einem Besuch im Tower haben, insbesondere die Gefängniszellen mit ihren Inschriften machen deutlich, wie sehr hier gelitten wurde.

Schlösser in Österreich

Auch in den Nachbarländern kann man viele alte Schlösser und Burgen besuchen, und viele von diesen haben auch Verliese und Kerker in ihren Gemäuern. In Österreich gibt es zum Beispiel das Burgenland, und schon der Name dieses Bundeslandes lässt jeden Kerkerfreund das Herz höher schlagen. Wenn das ganze Land voller Burgen ist muss es ja wohl zwangsläufig auch tolle Kerker geben. Über die Webseite sparpedia.at habe ich tolle Tipps gefunden, um günstig Urlaub in Österreich zu machen, und selbstverständlich habe ich diesen genutzt, um einige der bekanntesten Burgen des Burgenlands anzuschauen. Alle habe ich jedoch nicht geschafft, immerhin ist die Liste der Burgen und Schlösser sehr lang, ich habe über 60 allein im Burgenland gefunden.

schloss deutschkreuz

schloss deutschkreuz

Schloss Deutschkreuz

Großartig finde ich schon die Namen der Burgen und Schlösser, die in der Regel viel über ihre Geschichte aussagen. Egal ob Schloss Deutschkreuz, Jagdschloss Eisenstadt, Schloss Großmutschen, Kastell Güttenbach, Burg Jeva, Schloss Nikitsch oder Burg Willersdorf, alle Namen klingen ehrfürchtig und weisen auf Familien, Orte oder ihren Nutzen hin. Da sich einige der Burgen im Burgenland in Privatbesitz befinden ist es nicht möglich, alle zu besuchen. Aber da es so viele gibt und alle relativ nah beieinander, findet man immer eine Burg oder ein Schloss, das zur Besichtigung offen steht. Probiert es mal aus, auch für einen Kurzurlaub lohnt sich das Burgenland.

Kerker in Deutschland

Um zünftige Verliese und Kerker zu sehen ist es oft gar nicht notwendig, weit zu reisen. Zwar liegen viele namhafte Verliese im Ausland, aber auch Deutschlands Schlösser und Burgen haben oft ein dunkles und feuchtes Kellergemach, das für den Aufenthalt von Aufständischen, Rebellen, Dieben und Räubern vorgesehen war. Heute möchte ich euch drei Burgen im Bundesland Sachsen vorstellen, die definitiv eine Reise wert sind. Nicht umsonst werden sie „Die Sehenswerten Drei“ genannt.

Die Rede ist dabei von

  • Schloss Augustusburg
  • Burg Scharfenstein
  • und Schloss & Park Lichtenwalde.
scharfenstein castle

scharfenstein castle

In allen drei Orten werden regelmäßig Veranstaltungen durchgeführt und neben wechselnden Ausstellungen gibt es zum Beispiel im Schloss Augustusburg ein Motorradmuseum und einen Folterkeller, den man besichtigen kann. In der Burg Scharfenstein kann man das interessante Burgmuseum besuchen, und im Schloss & Park Lichtenwalde eine Schatzkammer besichtigen oder den schönen Schlosspark genießen. Also eine ganze Menge Abwechslung in direkter Nachbarschaft zueinander. Sicher verwundert es euch nicht zu hören, dass insbesondere der Folterkeller der Schloss Augustusburg mich absolut begeistert hat. Man bekommt in den Kellerkatakomben nicht nur das Gefühl der Enge und Feuchtigkeit, sondern kann auch auf einigen informativen Tafeln einiges über die Foltertechniken der Zeit erfahren. Schaurig-schön.

Der Londoner Verlies Spaß

In London kann man bei „The London Dungeon“ eine unterhaltsame Tour durch die Welt der Verliese unternehmen. Unter dem Titel „Angst ist eine lustige Sache“ bietet das Unternehmen eine 90minütige Tour durch die Geschichte Londons. Selbstverständlich sind dabei berühmte Killer wie Jack the Ripper mit von der Partie und man bekommt einen tollen Eindruck von der Unterwelt der britischen Metropole. Spezialeffekte, echte Schauspieler, gute Gruseleffekte und eine Auswahl an verschiedenen thematischen Shows machen die Londoner Verliese zu einem Besuchermagnet.

jack the ripper

jack the ripper

Der Eintrittspreis liegt mit 25 Euro im erschwinglichen Bereich, schließlich bekommt man eine ganze Menge Spaß geboten. Rechnet man jedoch Anreise und Übernachtung hinzu muss man schon ein kleines Budget mitbringen um diese Tour zu genießen. Beim kostenlosen Girokonto Vergleich findet man eventuell Ideen, wie man monatlich ein paar Euro sparen kann. Oder man arbeitet einfach ein bisschen mehr und leistet sich dann einen Kurztrip in die Londoner Unterwelt. Ich habe den Besuch sehr genossen und mir schon ein neues Programm für meinen nächsten London Besuch vorgemerkt. Wer Verliese und Grusel mag wird sich hier schaurig Wohlfühlen. Und wen es in andere Städte zieht der findet ähnliche Touren auch in

  • Blackpool
  • Edinburgh
  • York
  • Amsterdam
  • Berlin
  • Hamburg und sogar in
  • San Francisco.

Schloss Edinburgh

Eines der berühmtesten Verliese der Welt befindet sich in Schottland, im Edinburgh Castle. Das Schloss auf dem Castle Rock ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Schottlands und selbstverständlich gibt es eine ganze Menge interessanter Geschichten über das Schloss. Im Verlies sollen sich Geister befinden und es gibt sehr viele Berichte über unnatürliche Phänomene, die angeblich im Schloss Edinburgh geschehen sind. Gebaut auf dem Kegel eines erloschenen Vulkans animiert das Schloss nicht nur die Phantasie bei Freunden des Mittelalters, sondern auch bei all denen, die sich fürs Übernatürliche interessieren. Diese verbinden die vulkanische Basis mit dem Teufel und der Hölle. Dementsprechend phantastisch sind viele Geschichten, die sich um das Schloss ranken.

dunklen verlies der burg edinburgh castle

dunklen verlies der burg edinburgh castle

Johan Christoph Friedrich von Schiller schrieb: „Die schönsten Träume von Freiheit werden im Kerker geträumt.” Ebenso kann man sagen “Die grausigsten Verliesgeschichten denken sich diejenigen aus, die unbeschwert und in Freiheit leben.” Bei einem Gang durch das dunkle Verlies des Schloss Edinburgh ist schon so manche Phantasie mit seinem Besitzer durchgegangen und viele der Geschichten können als erfunden abgehakt werden. Historische Berichte dagegen beschreiben, was tatsächlich in den Verliesen der Schlösser und Burgen passiert ist. Viele dort gefangen gehaltene Häftlinge wurden einfach vergessen und starben an Krankheiten und Unterernährung. Andere wurde je nach Zeitalter gefoltert oder fragwürdigen Verhören ausgesetzt. Nur die wenigsten dürften jedoch tatsächlich als rächende Geister durch die Verliese spuken. Auch wenn viele Quelle bestätigen, entsprechende “Beweise” zu haben.

Fest steht, dass der Castle Rock aufgrund seiner guten strategischen Ausrichtung schon früh für Ansiedlungen genutzt wurde. Erste Erwähnungen einer Festung stammen aus dem 7. Jahrhundert. Fundierte archäologische Fundstücke sind jedoch erst seit dem Mittelalter zu finden. In der langen Geschichte wurde die Burg mehrfach

  • Erweitert
  • Ausgebaut
  • Belagert
  • Zerstört
  • wiederaufgebaut und
  • verändert

Je nachdem ob Engländer oder Schotten gerade im Besitz der Burg waren, wurden die jeweiligen Gegner in die Verliese geworfen. Heute kann man bei einer der zahlreichen touristischen Besichtigungen so ziemlich alle Bauwerke und Geschosse der Burg besichtigen. Verlies inklusive. Ob man jedoch tatsächlich gespenstisches Kettenklappern hört, oder die ruhelosen Schritte eines nach Vergeltung suchenden Geistes, ist eher fraglich. Wer sich wie ich für Verliese und Burgen interessiert sollte sich das Schloss Edinburgh trotzdem auf alle Fälle vormerken. Es ist ebenso eindrucksvoll wie interessant.

Leute fürs Verlies

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber manchmal überkommt mich schon die Lust bestimmte Personen in ein Verlies zu werfen. Letzte Woche hatte ich einen dieser penetranten Telefonverkäufer, der einen jeden Tag anruft und ein Produkt anbietet, das einen ganz und gar nicht interessiert. Der würde bei mir sofort ins Verlies geworfen. Oder der Bekannte meiner Freundin, der wann immer wir ihn treffen vom

Aktien kaufen spricht, obwohl wir dafür weder das nötige Kleingeld noch das notwendige Interesse mitbringen. Leider, oder zum Glück für die Menschheit, habe ich jedoch kein Verlies. Ich muss mir andere Wege des Bestrafens suchen. Zum Beispiel:

  • Leute ignorieren
  • Bekannte vor Leuten die nerven warnen
  • Nervensägen hier im Blog veröffentlichen
  • Ein virtuelles Verlies im Internet eröffnen.
leute fürs verlies

leute fürs verlies

Mein Interesse an Verliesen hat mich schon in viele schöne Städte geführt und insbesondere die britische Geschichte hat es mir dabei angetan. Zwar gibt es auch in anderen europäischen Ländern Burgen und Anwesen mit Verliesen, aber irgendwie passen sie für mich ganz hervorragend zum englischen Regen und Nebel. Ich kann mich noch daran erinnern, wie sehr mir in meiner Jugend die Edgar Wallace Filme gefallen haben, die ganz oft in dunklen Gemäuern spielten und ganz unterschiedliche Schrecken und Gefahren beinhalteten. Vielleicht waren genau diese Filme einer der Auslöser für meine heutige Leidenschaft. In den kommenden Beiträgen werde ich mal ausführlicher auf bestimmte Verliese eingehen, die ich besucht habe. Ich hoffe ihr bleibt bei mir.

Berühmte Verliese weltweit

Gruselig grausame Kerker, dunkle feuchte Verliese, rasselnde Ketten und schmerzerfüllte, menschliche Schreie. Wer sich für Europa im Mittelalter interessiert wird auf eine ganze Reihe schrecklicher Folterkammern und düsterer Haftmethoden stoßen. Ob es um Hexenverfolgung, Kriegsgefangene oder gewöhnliche Verbrecher ging, viele fanden ihr langsames und schmerzhaftes Ende in feuchten, düsteren und kalten Verliesen. Diese wurden im Mittelalter in vielen Burgen oder Festungen gebaut, meistens waren es fensterlose Kellerräume oder unterirdische Kammern unter Türmen. Der Zugang war oftmals nur eine Öffnung in der Decke, daher kommt auch der Begriff „jemanden ins Verlies werfen“ – da man die Öffnung im Fußboden nutzte und Menschen tatsächlich in den Kellerraum warf. Das Wort „Verlies“ kommt aus dem niederdeutschen „verlieren“ und wurde ab dem 18. Jahrhundert in der Schriftsprache verwendet.

Berühmte Verliese weltweit

Berühmte Verliese weltweit

In Europa gibt es viele mittelalterliche Burgen, die häufig noch Kerkerräume oder Verliese zu besichtigen haben. Einige der berühmtesten möchte ich hier gerne vorstellen.

Der Tower von London. Sofort denkt man an das düstere England, an Jack the Ripper und grausame Taten. Im 11. Jahrhundert von Wilhelm dem Eroberer errichtet, nutzten die meisten englischen Könige zeitweilig den Tower für unterschiedliche Zwecke. Die Geschichte Englands, die gesellschaftlichen und politischen Probleme kann man sehr anschaulich bei einer Besichtigung erleben. Wer gerne mehr erfahren möchte oder sich über den Tower von London informieren möchte, der wird diese Webseite wahrscheinlich sehr hilfreich finden: http://www.londonsehenswuerdigkeiten.com/tower-london/

Ein weltberühmtes Schloss mit einer gruseligen Geschichte ist unumstritten das Edinburgh Castle. Bis heute beschäftigen sich Menschen mit dem Unerklärlichen, Mystischem und Paranormalen, das mit diesem Schloss verbunden wird. Geschichten von Geistern, von nicht ruhenden Seelen – nicht nur menschliche sondern sogar tierische Geister, die angeblich auf dem Schloss spuken sind überall zu finden. Wer sich die Stadt und dieses Schloss anschaut ist am besten beraten sich einer „haunted Edinburgh“ Tour anzuschließen. Die Stadt hat mehrere gruselige Ecken zu bieten und die blutige und einzigartige Geschichte des Schlosses kann man so auch sehr gut erfahren. Wer sich gerne mit dem Paranormalen und Nicht-zu-erklärendem beschäftigt, dem könnte diese Seite über Edinburgh Castle gefallen:
http://www.schottlandberater.de/artikel/edinburgh-castle.html

Meine Faszination für diese düstere Zeit unserer Geschichte, für fast unmenschliche Praktiken sowie einer schier unerschöpflichen Kreativität was Foltermethoden angeht möchte ich hier gerne teilen. Wer die Grausamkeit unserer Geschichte kennt und versteht, der weiß die Zivilisation unserer Gegenwart besser zu schätzen. Viel Spaß beim Lesen!